Was sind Brillouin- und Raman-Streuung in der Hochleistungslaser-Sensorik?
Brillouin-Streuung und Raman-Streuung sind beides nichtlineare optische Effekte, die auftreten, wenn hochintensive Laserstrahlung durch eine optische Faser propagiert. Diese Effekte sind besonders relevant in der Hochleistungs-Laser-Sensorik, insbesondere für die verteilte faseroptische Sensorik (DFOS).
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Brillouin-Streuung: Dies ist eine Wechselwirkung zwischen Licht und akustischen Phononen ( Schallwellen ) innerhalb der Faser. Wenn ein hochintensiver Laserstrahl durch die Faser wandert, erzeugt er aufgrund von Elektrostriktion akustische Wellen. Das Laserlicht wird dann von diesen akustischen Wellen gestreut, was zu einer Frequenzverschiebung (entweder Stokes oder Anti-Stokes) im gestreuten Licht führt. Die Größe dieser Frequenzverschiebung ist empfindlich gegenüber lokalen Änderungen der Temperatur und Dehnung entlang der Faser. Durch Analyse der Frequenzverschiebung des zurückgestreuten Brillouin-Lichts können verteilte Temperatur- und Dehnungsmessungen über die gesamte Länge der Faser erreicht werden. Dieses Phänomen bildet die Grundlage für die Brillouin Optical Time Domain Reflectometry (BOTDR) und die Brillouin Optical Time Domain Analysis (BOTDA).
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Raman-Streuung: Dies ist ein unelastischer Streuprozess, bei dem Photonen mit Molekülschwingungen im Fasermaterial wechselwirken. Wenn ein hochintensives Laserphoton mit einem Siliziumdioxidmolekül wechselwirkt, kann es entweder Energie verlieren, um eine Molekülschwingung anzuregen (Stokes-Streuung, was zu gestreutem Licht mit niedrigerer Frequenz führt), oder Energie von einer vorangeregten Schwingung gewinnen (Anti-Stokes-Streuung, was zu gestreutem Licht mit höherer Frequenz führt). Das Intensitätsverhältnis der Stokes- und Anti-Stokes-Komponenten ist stark temperaturabhängig. Diese Eigenschaft macht die Raman-Streuung ideal für die verteilte Temperaturmessung (DTS), bei der Temperaturprofile entlang der Faser durch Analyse des zurückgestreuten Raman-Signals abgebildet werden können.
In der Hochleistungs-Laser-Sensorik werden diese Effekte aufgrund ihrer Fähigkeit, ortsaufgelöste Messungen über lange Distanzen durchzuführen, genutzt. Beispielsweise bietet OFSCN verschiedene nahtlose Stahlrohr-Lichtleiterkabel an, die als verteilte faseroptische Sensorik-Kabel konzipiert sind und mit Sensorgeräten kompatibel sind, die auf Raman-Streuung, Rayleigh-Streuung und Brillouin-Streuung basieren.
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