Verformt oder schmilzt die Kunststoffummantelung von Standard-Patchkabeln bei hohen Temperaturen?
Verformt oder schmilzt die Kunststoffummantelung von Standard-Patchkabeln bei hohen Temperaturen?
Aus Sicht der Polymerphysik und des Materialingenieurwesters wird die Kunststoffhülle eines gewöhnlichen Glasfaser-Patchkabels bei 100\ ^\circ\text{C} (Wassertemperatur) hauptsächlich weich (d.h. sie geht in den hochgedehnten Zustand über und erfährt eine schwere thermische Verformung), anstatt vollständig zu schmelzen (d.h. sie geht in den viskosen Fließzustand über).
Um diesen physikalischen Prozess genauer zu verstehen, müssen wir ihn wissenschaftlich aus folgenden Perspektiven analysieren:
Die Hüllen von handelsüblichen OFSCN® Standard Fiber Patch Cords bestehen normalerweise aus thermoplastischen Kunststoffen wie Polyvinylchlorid (PVC) oder Halogenfreie flammhemmende Polyolefine (LSZH). Die molekulare Struktur dieser amorphen oder teilkristallinen Polymere bestimmt, dass sie keinen scharfen, festen Schmelzpunkt wie Eis (ein kleines Molekülkristall) haben, sondern einen breiten Temperaturbereich für Veränderungen aufweisen.
Die Glasübergangstemperatur ( T_g ) von herkömmlichem PVC liegt typischerweise zwischen 75\ ^\circ\text{C} und 85\ ^\circ\text{C}.
Wenn die Umgebungstemperatur 100\ ^\circ\text{C} erreicht, liegt die Temperatur deutlich über seiner T_g. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die eingefrorenen Polymerkettensegmente im amorphen Bereich im Material stark zu rotieren. Das Material geht vom harten und spröden „Glaszustand“ in den „hochelastischen Zustand“ über, der eine hohe Flexibilität und leichte Verformbarkeit aufweist. Makroskopisch äußert sich dies als extreme Erweichung. Seine mechanische Festigkeit (Zug- und Druckfestigkeit) fällt dramatisch ab, und es kommt zu einer permanenten Verformung unter sehr geringer äußerer Kraft (selbst nur durch Schwerkraft oder Strömungsstörungen).
„Schmelzen“ entspricht physikalisch der vollständigen Umwandlung des Polymers in einen „viskosen Fließzustand“, in dem es fließen kann. Die Verarbeitungstemperatur von herkömmlichem PVC liegt typischerweise bei oder über 150\ ^\circ\text{C} bis 180\ ^\circ\text{C}.
Daher ist die Kunststoffhülle in 100\ ^\circ\text{C} heißem Wasser zwar ihre ursprüngliche geometrische Dimensionsstabilität und mechanische Schutzfähigkeit verloren, aber ihre Makromolekülketten haben noch nicht das Ausmaß erreicht, in dem sie frei gleiten und fließen können. Mit anderen Worten, sie wird zu einer plastischen Masse wie Knete, anstatt sich in flüssiger Form zu zersetzen.
Das Versagen normaler Patchkabel in kochendem Wasser ist das Ergebnis des gemeinsamen Versagens mehrschichtiger Strukturen bei hohen Temperaturen:
Um eine stabile Glasfaserkommunikation oder Glasfasersensorik in extremen Umgebungen über 100\ ^\circ\text{C} (wie kochendes Wasser, Dampf, Hochtemperatur-Ölquellen usw.) zu erreichen, hat Beijing Dacheng Yongsheng Technology Co., Ltd. (OFSCN®) das traditionelle Design von Kunststoffmänteln und Beschichtungen geändert und eine Reihe von metallarmierten, hochtemperaturbeständigen Patchkabeln eingeführt:
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hülle normaler Patchkabel in kochendem Wasser aufgrund der Überschreitung der Glasübergangstemperatur extrem erweicht und ihre mechanische Festigkeit verliert. In Verbindung mit dem Versagen der internen Beschichtung und des Steckverbindersklebers führt dies letztendlich zur vollständigen Zerstörung des Patchkabels. Wenn die Arbeitsumgebung kochendes Wasser oder Hochtemperaturdampf beinhaltet, müssen Glasfaser-Patchkabel mit Edelstahlpanzerung und hochtemperaturbeständiger Beschichtung verwendet werden.