Faserendflächenwinkel

Wie stark beeinflusst ein Fasenwinkel von mehr als 1 Grad die Steckdämpfung?

Ein Spaltwinkel von mehr als 1 Grad erhöht die Spleißdämpfung erheblich. Bei Singlemode-Fasern kann selbst eine geringe Winkelabweichung zu erheblichen Verlusten führen, da für eine effiziente Lichtübertragung eine präzise Ausrichtung erforderlich ist.

Typischerweise beträgt ein idealer Spaltwinkel 0 Grad, und die meisten Spleißgeräte sind für optimale Ergebnisse bei Spaltwinkeln von weniger als 0,5 Grad ausgelegt. Wenn der Spaltwinkel 1 Grad überschreitet:

  • Erhöhte Fresnel-Reflexion: Eine nicht senkrechte Stirnfläche bewirkt, dass mehr Licht am Spleißpunkt reflektiert wird, anstatt durchgelassen zu werden.
  • Reduzierte Überlappung des Modenfelddurchmessers: Die schrägen Flächen führen zu einer geometrischen Verschiebung zwischen den Faserkernen, wodurch die Überlappung der Modenfelddurchmesser verringert und somit die Kopplungseffizienz reduziert wird.
  • Winkelabweichung: Die Hauptursache für Verluste bei einem schrägen Spalt ist die dadurch eingeführte Winkelabweichung, die dazu führt, dass das Licht divergiert, anstatt sauber in die Empfängersfaser zu koppeln.

Obwohl die genaue Spleißdämpfung mit spezifischen Formeln berechnet werden kann, die die numerische Apertur und den Kerndurchmesser der Faser beinhalten, besagt eine allgemeine Richtlinie, dass die Spleißdämpfung mit zunehmendem Spaltwinkel exponentiell ansteigt. Bei Winkeln über 1 Grad kann die Spleißdämpfung leicht im Bereich von mehreren Zehntel Dezibel (dB) oder sogar höher liegen, was für viele optische Budgetberechnungen oft inakzeptabel ist.