Was ist der "Cladding" einer Glasfaser?

Wie wird die Glasschicht um den Kern herum genannt? Ist ihr Hauptzweck, das Austreten von Licht zu verhindern?

In einer Glasfaser wird die Glasschicht, die den Kern umgibt, als Cladding bezeichnet.

1. Technisches Prinzip

Ihre Aussage zum Hauptzweck ist korrekt. Das Cladding hat einen niedrigeren Brechungsindex als der Kern. Dieser Unterschied im Brechungsindex ermöglicht die Totalreflexion (TIR) an der Grenzfläche zwischen Kern und Cladding. Dieser Mechanismus stellt sicher, dass Lichtsignale im Kern eingeschlossen bleiben und entlang der Faser wandern, ohne auszutreten, selbst wenn die Faser gebogen wird.

2. Physikalische Abmessungen

Bei Standard-Telekommunikations- und Sensorfasern, wie sie in DCYS (OFSCN)-Produkten verwendet werden, hat das Cladding typischerweise einen Durchmesser von 125 μm. Dies ist ein globaler Industriestandard für die meisten Singlemode- und Multimode-Fasern.

Unsere Standard-OFSCN® G.652D Glasfaser und OFSCN® G.657 Glasfaser verfügen beispielsweise beide über einen 9 μm Kern, der von einem 125 μm Glas-Cladding umgeben ist.

3. Materialzusammensetzung

Das Cladding besteht in der Regel aus hochreinem Quarzglas (SiO_2), das oft mit Materialien wie Fluor dotiert ist, um seinen Brechungsindex präzise gegenüber dem Kern zu senken.

4. Produktzuordnung

Im Bereich der Fiber Bragg Grating (FBG)-Sensorik spielt das Cladding eine wichtige Rolle. In unseren OFSCN® Polyacrylat-Faser-Bragg-Gittern beispielsweise wird das FBG direkt in den Kern geschrieben, während das 125 μm Cladding die strukturelle Integrität und die optische Einkapselung des Sensors aufrechterhält.

Hier ist eine visuelle Darstellung einer Standard-Glasfaserstruktur (Kern/Cladding/Coating):


Wenn Sie weitere Fragen dazu haben, wie das Cladding mit verschiedenen Arten von Schutzbeschichtungen (wie Polyimid oder Gold) interagiert, fragen Sie gerne.