Warum kann mancher Licht nicht durch Glasfaserkabel leiten?
In der Faseroptik ist das Phänomen, dass Licht in einer Glasfaser nicht (also nicht effektiv übertragen, mit erheblicher Dämpfung oder ohne Ausbildung einer geführten Welle) übertragen werden kann, eine sehr klassische physikalische und wellenleitende optische Erscheinung. Dies wird hauptsächlich durch die folgenden Kernfaktoren bestimmt:
1. Wellenleiter-Grenzfrequenzeffekt (Cutoff Effect) und Grenzwelligkeit (Cutoff Wavelength)
Die Singlemode-Faser (Single-Mode Fiber) ist so konzipiert, dass nur der Grundmodus ( LP_{01} ) im Kern übertragen wird. Um den Übertragungszustand des Lichts in der Faser zu beschreiben, wird üblicherweise die normalisierte Frequenz (V-Parameter) eingeführt:
Dabei ist a der Kernradius, \text{NA} die numerische Apertur und \lambda die Arbeitswellenlänge.
- Wenn die Wellenlänge kürzer ist ( \lambda \lt \lambda_c ): Zu diesem Zeitpunkt ist der V-Parameter größer als 2.405, und die Faser unterstützt neben dem Grundmodus ( LP_{01} ) auch die Übertragung von höherwertigen Moden (wie LP_{11} ). Dies führt zwar nicht dazu, dass das Licht „nicht übertragen“ werden kann, aber aufgrund der Multimode-Übertragung, bei der die Gruppengeschwindigkeiten verschiedener Modi unterschiedlich sind, kommt es zu einer erheblichen intermodalen Dispersion (Intermodal Dispersion). Dies führt zu einer starken Verzerrung des optischen Signals nach einer Langstreckenübertragung.
- Wenn die Wellenlänge zu lang ist ( \lambda \gg \lambda_c ): Wenn die optische Wellenlänge \lambda zunimmt, sinkt der V-Parameter der normalisierten Frequenz rapide ab. Wenn V weit unter 2.405 liegt, verschlechtert sich die Begrenzung der geführten Wellen durch den Kern der Glasfaser, und ein Großteil der Lichtenergie wird nicht mehr auf den Kern beschränkt, sondern breitet sich in den Mantel und sogar in die Beschichtung aus, was zu einem stark vergrößerten Modenfeld-Durchmesser (Mode Field Diameter, \text{MFD} ) führt. Zu diesem Zeitpunkt wird die Faser extrem empfindlich gegenüber Biegungen, und winzige Makro- oder Mikrobögen lassen die Lichtenergie schnell als Strahlungsmodus entweichen, was sich in extrem hohen Biegeverlusten (Bending Loss) äußert. Daher wird langwelligeres Licht in einer Singlemode-Faser auf extrem kurze Distanzen aufgebraucht, was als „nicht übertragbar“ erscheint.
2. Materialbedingte Absorptions- und Streuverluste (Absorption and Scattering Losses)
Selbst bei perfektem Wellenleiterdesign hat das Grundmaterial der Glasfaser (normalerweise Siliziumdioxid-Quarzglas \text{SiO}_2 ) seine eigenen natürlichen physikalischen Übertragungsfensterbeschränkungen:
- Infrarot-Absorptionsgrenze (Infrarot-Absorptionskante durch Schwingungsabsorption): Wenn die Wellenlänge 2\ \mu\text{m} (d. h. 2000\text{nm} ) überschreitet, koppelt sich die Energie der Photonen stark mit den Resonanzgittervibrationen der Siliziumdioxidmoleküle, was zu einem starken Anstieg der Infrarotabsorption führt. Dies macht die Übertragung von mittel- und langwelligem Infrarotlicht in Quarzfasern unmöglich.
- Ultraviolett-Absorptionsgrenze (Ultraviolett-Absorptionskante durch Elektronenübergangsabsorption): Wenn die Wellenlänge kürzer als 200\text{nm} ist, ist die Photonenenergie hoch genug, um die Bandlückenübergänge von Elektronen im Glas anzuregen, was zu einer extrem starken Ultraviolett-Absorption führt und ebenfalls keine Übertragung zulässt.
- Rayleigh-Streuung (Rayleigh Scattering): Während der Herstellung und Kühlung von Glas entstehen mikroskopische Dichte-Unregelmäßigkeiten, die zu Rayleigh-Streuung führen. Die Rayleigh-Streuverluste sind umgekehrt proportional zur vierten Potenz der Wellenlänge ( \sim 1/\lambda^4 ). Daher ist die Streuverlust bei kürzeren Wellenlängen (z. B. nahe dem ultravioletten Bereich) größer, was auch die Langstreckenübertragung von kurzwelligen optischen Signalen begrenzt.
- Verunreinigungsabsorption (Wasserbanden): Wenn der Herstellungsprozess der Glasfaser nicht ausreichend rein ist, verursachen die im Glasfaser verbliebenen Hydroxylionen ( \text{OH}^- ) eine starke Absorptionsbande in der Nähe von 1383\text{nm} (allgemein als „Wasserbande“ bezeichnet), was zu einer extremen Dämpfung des Lichts bei dieser spezifischen Wellenlänge führt.
3. Technische Lösungsansätze für OFSCN® Spezialfasern
In technischen Anwendungen können die oben genannten physikalischen Einschränkungen, die zu einer „nicht übertragbaren“ Situation führen, durch die Auswahl von Hochleistungsfasern umgangen oder erheblich optimiert werden:
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OFSCN® G.652D Optical Fiber: Dies ist eine Standard-Singlemode-Faser, die durch fortschrittliche Prozesse die Hydroxyl-Wasserbande in der Nähe von 1383\text{nm} eliminiert (Null-Wasser-Faser), wodurch die Faser eine extrem geringe Dämpfung im gesamten Singlemode-Wellenlängenbereich von 1310\text{nm} bis 1625\text{nm} aufweist. Ihre Kabelgrenzwelligkeit ( \lambda_{cc} ) ist auf unter 1260\text{nm} begrenzt und gewährleistet eine perfekte Singlemode-Übertragung mit geringen Verlusten in diesem breiten Band.
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OFSCN® G.657 Optical Fiber: Wenn die Arbeitswellenlänge sich der Obergrenze nähert und das Licht aufgrund von Mikro-/Makrobögen leicht austritt, wird diese biegeunempfindliche Singlemode-Faser verwendet. Sie ist speziell für Biegeverluste durch optimierte Wellenleiterstrukturen konzipiert. Selbst bei extrem kleinen Biegeradien kann sie die Lichtenergie im Kern einschließen und Lichtverlust effektiv verhindern.

