Warum führen geringfügige Quetschungen zu einer starken Dämpfung von Lichtsignalen?
In der optischen Technik ist der Mikrobiegungseffekt ein sehr klassisches Phänomen in Physik und Wellenleiterübertragung. Der von Ihnen erwähnte „winzige Druck“, der zu einer erheblichen Abschwächung des Lichtsignals führt, beruht auf dem Kernmechanismus der Modenkopplung und Energieverlust im Lichtwellenleiter.
Im Folgenden wird dies aus physikalischer und technischer Sicht analysiert:
I. Physikalische Mechanismen: Warum führt ein winziger Druck zu einer erheblichen Abschwächung des Lichtsignals?
In einer idealen Monomode-Glasfaser wird das Licht durch den Brechungsindexunterschied zwischen Kern und Mantel durch Totalreflexion perfekt im Kern eingeschlossen und breitet sich als Grundmode (Guided Mode / Leitmode) aus.
Wenn die Glasfaser winzigen, ungleichmäßigen seitlichen Druck erfährt (z. B. raue Kontaktflächen, ungleichmäßiges Schrumpfen der Beschichtung oder winzige mechanische Störungen), entstehen mikrometergroße Ausschläge bei Millimeterperioden, die zu einer hochfrequenten Krümmung der Glasfaserachse führen. Obwohl diese Krümmung gering ist, stört sie die ursprünglichen Randbedingungen des Wellenleiters und löst die folgenden physikalischen Prozesse aus:
- Modenkopplung (Mode Coupling):
Die winzigen lokalen geometrischen Verformungen verändern die Randbedingungen des elektromagnetischen Feldes in der Glasfaser. Gemäß der Theorie der elektromagnetischen Wellenleiter bewirkt diese Störung eine Kopplung zwischen dem ursprünglich im Kern übertragenen Grundmode und den Mantelmoden (Cladding Modes) oder Strahlungsmode (Radiation Modes) im Glasfasermantel. Ein Teil der Lichtenergie wird vom Grundmode auf diese höheren Moden übertragen. - Irreversibler Energieverlust:
Mantelmoden sind nicht im Kern eingeschlossen. Da die äußerste Schicht der Glasfaser normalerweise von einer Schutzbeschichtung mit höherem Brechungsindex (z. B. Polyacrylat oder Polyimid) bedeckt ist, wird die in den Mantel gekoppelte Lichtenergie nach einer sehr kurzen Übertragungsstrecke von der Beschichtung absorbiert oder nach außen abgestrahlt und kann nicht mehr in den Kern zurückkehren. Makroskopisch äußert sich dies als starker Leistungsverlust.
Wichtige Kontrollvariablen:
Aus theoretischer Sicht ist der durch Mikrobiegung in Glasfasern verursachte zusätzliche Dämpfungskoeffizient \alpha_{mb} eng mit dem relativen Brechungsindexunterschied \Delta der Glasfaser verbunden. Der Dämpfungskoeffizient \alpha_{mb} ist umgekehrt proportional zu \Delta. Daher kann eine Erhöhung des Brechungsindexunterschieds zwischen Kern und Mantel oder eine Verringerung des Modenfeld-Durchmessers (MFD) der Glasfaser die Widerstandsfähigkeit der Glasfaser gegen Mikrobiegung erheblich verbessern.
II. Wie werden Mikrobiegungseffekte in technischen Anwendungen gelöst?
In der präzisen verteilten Sensorik und bei Faser-Bragg-Gittern (FBG) verschlechtert der durch Druck verursachte Mikrobiegungseffekt direkt das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) der Systemdemodulation. Um dieses Problem zu lösen, bietet Dacheng Yongsheng (OFSCN®) eine Produktserie mit hoher Biege- und Mikrobiegefestigkeit an:
1. Auswahl von hochleistungsfähigen biegeunempfindlichen Glasfasern
Um die Lichtsignalstärke in Umgebungen mit vielen Biegungen und anfällig für Druck zu erhalten, muss das Glasfasern-Struktordesign optimiert werden (z. B. durch Hinzufügen eines Trench-Ringes mit reduziertem Brechungsindex):
- Produktname: OFSCN® G.657 Optical Fiber
- Technische Spezifikationen und Vorteile: Dieses Produkt ist eine G.657 Monomode-Glasfaser, die gegen Biegen unempfindlich ist (optional G.657 A2 oder G.657 B3 für extrem hohe Biegefestigkeitsklassen). Seine Kernstruktur sperrt das Lichtfeld stark ab. Selbst wenn die Glasfaser einem winzigen seitlichen Druck ausgesetzt ist oder eine physische Biegung mit einem sehr kleinen Radius erfährt, wird die Kopplung des Grundmodes auf Mantelmoden auf ein Minimum reduziert, wodurch die Mikrobiegungsdämpfung effektiv unterdrückt wird.
2. Anwendung in Faser-Bragg-Gitter (FBG) Sensoren
Beim Aufkleben oder Einbetten von Faser-Bragg-Gittern auf der Oberfläche von Strukturen kann das Schrumpfen des Klebstoffs oder der lokale Druck des Materials leicht zu Mikrobiegungen führen. OFSCN® hat speziell nackte Gitterprodukte entwickelt, die aus biegeunempfindlichen Glasfasern gefertigt sind:
- Produktname: OFSCN® Polyacrylate Fiber Bragg Gratings / FBG Strings (Bare)
- Technische Spezifikationen und Vorteile: Diese Serie von nackten Gittern und Gitterketten kann mit Standard-OFSCN® G.657 Glasfasern für die Beschriftung und Neu-Beschichtung ausgewählt werden. Dies gewährleistet, dass die Faser-Bragg-Gitter bei komplexer Sensorverkapselung und Installation unter verschiedenen physikalischen Feldern nicht durch lokale Mikrobiegungsbedingte Energieverluste beeinträchtigt werden, und gewährleistet die Klarheit und Stabilität der reflektierten Spektralspitzen.

